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Premiere in Mieders: Österreichweit einzigartige Gondelbahn
Serleslift will wieder ins Plus gondeln
Die neue Achtergondelbahn in Mieders wird eine der modernsten Seilbahnen Österreichs. Im kommenden Winter soll sie bereits in Betrieb gehen.
MIEDERS (phil). In Kürze soll die Bauverhandlung stattfinden, danach fällt der Startschuss für ein Projekt, um dessen Realisierung monatelang gerungen wurde. Knackpunkt war die Finanzierung. „Die Bahn wird nun inklusive erweiterter Beschneiungsanlage und aller baulichen Maßnahmen 4,15 Mio. € kosten“, berichtet Georg Danzl, Geschäftsführer der Bergbahnen Mieders GmbH.
Davon werden 1,8 Mio. € mit Kredit finanziert. „Die ,Austria Wirtschafts Service’ hat nach intensiver Prüfung des Projekts die Haftung für eine Million Euro übernommen – als Sicherheit für die Bank“, erklärt Danzl.
Den Rest des Investitionsvolumens teilen sich Gemeinde, Tourismusverband und Land Tirol zu gleichen Teilen. Die Weichen dafür haben BM Ernst Leitgeb und die Miederer Vermieter bereits vergangenes Jahr gestellt.
Modernes Design
Der neue Miederer Serleslift wird sich sommers wie winters gleichermaßen als Beförderungsmittel eignen. Dafür sorgt ein neues Design mit hohen Gondeln, in denen alle gängigen Sportgeräte von Langlaufskiern bis über Snowboards, Mountainbikes und Rodeln mühelos Platz finden sollen. „Der Clou der Sache liegt im ebenerdigen Zugang zu den Gondeln, der es auch Rollstuhlfahrern ermöglicht, problemlos einzusteigen“, sagt Danzl. Diese Art des Zugangs sei überdies erheblich stressfreier und komme so allen Passagieren zugute: „Niemand soll von der Beförderung ausgeschlossen werden.“
Laut Auskunft der Seilbahnfirma Leitner werden die hohen Achtergondeln zum ersten Mal in Österreich eingesetzt. Sie seien auch erheblich windstabiler als andere Konstruktionen, ergänzt Danzl.
Keine Ausschüttung
Er bleibt Chef der Betreibergesellschaft. Die alten Schulden in der Höhe von knapp 300.000 Euro haben die Gesellschafter übernommen. Die Mindesteinlagen von Gemeinde und TVB wurden aufgestockt, sodass sie nun über 50 bzw. 25 Anteile verfügen. In 14 Jahren sollen sämtliche Schulden zurückgezahlt sein. „Ein Abgang ist nahezu ausgeschlossen. Das haben sechs unabhängige Gutachter bestätigt“, hält Danzl fest. Gewinne sollen zunächst in die Infrastruktur fließen.
Trotz der Millioneninvestition sollen die Preise an der Liftkassa moderat bleiben. „Ich will die Einheimischen wieder verstärkt zum Skifahren bewegen“, hat sich Danzl zum Ziel gesetzt.
Der neue Serleslift erhält ein futuristisches Design. Foto: Leitner

„Gutachter haben bestätigt: Verluste wird es keine
geben.“

GEORG DANZL
Foto: Neuner